Retainer Model – Definition, Funktionsweise und Bedeutung im Projektgeschäft

Was ist ein Retainer Model?

Ein Retainer Model bezeichnet ein Vertrags- und Abrechnungsmodell, bei dem ein Kunde einem Dienstleister eine regelmäßige, meist monatliche Vergütung zahlt, um kontinuierliche Leistungen oder eine festgelegte Verfügbarkeit zu sichern.

Im Gegensatz zu einzelnen Projektaufträgen basiert ein Retainer Model auf einer langfristigen Zusammenarbeit. Der Dienstleister stellt dem Kunden dabei eine bestimmte Menge an Leistungen, Stunden oder Kapazitäten regelmäßig zur Verfügung.

Retainer-Modelle sind besonders in Branchen verbreitet, in denen kontinuierliche Beratung, Betreuung oder operative Unterstützung erforderlich ist.

In welchen Branchen werden Retainer Models eingesetzt?

Retainer Models werden vor allem in projekt- und dienstleistungsorientierten Branchen verwendet, in denen Kunden regelmäßig Unterstützung benötigen.

Typische Beispiele sind:

  • Marketing- und Digitalagenturen
  • Unternehmensberatungen
  • IT-Dienstleister
  • PR- und Kommunikationsagenturen
  • Software- und Implementierungspartner

In diesen Bereichen profitieren sowohl Anbieter als auch Kunden von einer langfristigen Zusammenarbeit und planbaren Leistungen.

Wie funktioniert ein Retainer Model?

Bei einem Retainer Model vereinbaren Kunde und Dienstleister eine regelmäßige Zahlung für definierte Leistungen oder eine bestimmte Verfügbarkeit.

Typische Varianten sind:

Stundenbasierte Retainer
Der Kunde erhält pro Monat ein festes Stundenkontingent, das für verschiedene Aufgaben genutzt werden kann.

Leistungsbasierte Retainer
Der Retainer umfasst bestimmte wiederkehrende Leistungen, zum Beispiel Beratung, Betreuung oder Wartung.

Verfügbarkeitsbasierte Retainer
Der Dienstleister garantiert dem Kunden eine bestimmte Verfügbarkeit oder Priorität bei der Bearbeitung von Aufgaben.

Je nach Vertragsgestaltung können nicht genutzte Stunden verfallen, übertragen oder flexibel angepasst werden.

Vorteile eines Retainer Models

Retainer Models bieten sowohl für Dienstleister als auch für Kunden verschiedene Vorteile.

Für Dienstleister:

  • Planbare und stabile Einnahmen
  • Langfristige Kundenbeziehungen
  • Bessere Ressourcenplanung
  • Geringerer Vertriebsaufwand

Für Kunden:

  • Kontinuierliche Betreuung
  • Schnelle Verfügbarkeit von Experten
  • Planbare Kosten
  • Langfristige Zusammenarbeit mit einem eingearbeiteten Team

Dadurch entstehen stabile Geschäftsbeziehungen und effizientere Arbeitsprozesse.

Rolle von Retainer Models im Projektgeschäft

Auch in projektbasierten Unternehmen werden Retainer Models häufig ergänzend zu klassischen Projekten eingesetzt.

Während größere Projekte einmalig umgesetzt werden, ermöglichen Retainer-Verträge eine kontinuierliche Betreuung oder Unterstützung nach Projektabschluss.

Viele Unternehmen kombinieren daher:

  • Einmalige Projektaufträge
  • Laufende Retainer-Verträge

Diese Kombination schafft eine stabile Auslastung von Ressourcen und langfristige Kundenbeziehungen.

Fazit: Retainer Models schaffen planbare Zusammenarbeit im Dienstleistungsgeschäft

Ein Retainer Model ist ein Abrechnungs- und Vertragsmodell, bei dem Kunden regelmäßig für definierte Leistungen oder eine bestimmte Verfügbarkeit bezahlen. Es ermöglicht langfristige Zusammenarbeit, stabile Einnahmen für Dienstleister und kontinuierliche Betreuung für Kunden.

Gerade in projektbasierten Branchen bietet das Retainer Model eine flexible Möglichkeit, einmalige Projekte durch nachhaltige Servicebeziehungen zu ergänzen.

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